Freitag, 29. Mai 2009

Wie im letzten Eintrag (ja er ist schon ein Weilchen herJ), hatte ich Urlaub. Meine Eltern kamen zu Besuch für fast 3 Wochen und ich wollte ihnen etwas von Sambia zeigen.


Somit sind wir nach dem Tag der Ankunft auch gleich gestartet. Der erste Weg sollte uns in die Südprovinz nach Choma führen. Ich war voller Vorfreude, da ich meine kleinen Kinder dort wieder besuchen konnte und es war ehrlich gesagt super schön, zu sehen wie sie sich innerhalb der letzten 4 Monate entwickelt haben und dass es ihnen gut geht. Sie haben echt riesige Fortschritte gemacht, plötzlich kamen mir einige Babies laufend entgegen, einige fingen an zu brabbeln und das schönste war, dass mich die meisten sogar wieder erkannt haben! Ok von allen Babies kann ich das sicher nicht behaupten, aber wie gesagt für mich war etwas ganz besonderes alle wieder sehen zu können.

Außerdem habe ich ihnen den, zugegebener Maßen kleinen Markt gezeigt und ich spürte zum ersten mal wie sehr ich mich schon an solche Situationen gewöhnt habe und wie speziell es im Gegenteil für die Beiden war. Am Sonntag ging es dann natürlich in die Kirche, hatte ja meinen Eltern vorher soviel von erzählt und nun konnten sie das mit eigenen Augen sehen und erleben. Ich denke, dies hatte sich für sie gelohnt und sie haben diese Erfahrung auch sehr genossen.

Nach 2 ½ Tagen in Choma ging es weiter in den Süden, nahe der Grenze zu Simbabwe, nach Livingstone. Dort haben wir natürlich die Wasserfälle noch einmal besichtigt. Allerdings sind sie jetzt richtig voll, das heißt, vor lauter Wasserdunst sieht man nicht mehr viel von den Fällen selber. Dort fallen in einer Sekunde ca.1mio, Liter Wasser hinunter und schießt dementsprechend auch wieder hoch! Ich habe gehört, die Fälle seien nicht mehr so voll gewesen seit 1956. Ich kann euch sagen, wir waren innerhalb von 5 min. klitschnass bis auf die Unterwäsche und da wäre keine Chance gewesen das auch nur einigermaßen trocken zu verlassen. Aber clever wie wir sind, haben wir uns Wechselsachen mitgenommenJ Vorher sind wir noch zum Boiling Pot gelaufen. Das ist die Stelle wo das Wasser, welches runtergestürzt ist, zusammentrifft und weiter fließt und ja es sieht tatsächlich wie ein riesen großer Kochtopf aus! Dort hinzukommen bedeutete allerdings, steile Steinstufen hinuntersteigen, durch einen kleinen Fluss waten und darauf achten, dass man die Schuhe nicht verliert, durch den Regenwald wandern und schließlich über Felsen klettern und anschließend einen atemberaubenden Blick zu genießen. Nachdem wir dies ein bisschen genossen hatten, haben wir uns wieder aufgemacht für den Aufstieg. Von anderen Leuten, die in der Zwischenzeit die Fälle besucht haben, hatte ich gehört, dass dort nicht mehr so viele Affen sind. Ihr kennt ja noch die Geschichte von dem Angriff der Affen als ich im Januar dort war, ne. Wir wollten wieder hoch und welche Tiere sehen wir? Genau viele viele Affen und ich hatte plötzlich echt Angst bekommen, dank meiner letzten Erfahrung. Sie kamen uns irgendwie alle entgegen, also bin ich wieder runtergetappt um einen Einheimischen zu finden, der uns hinauf begleitet (sie können diese Tiere sicher besser einschätzen als ich). Allerdings kam mir auf dem Weg auch ein großer Baboo (Affe) entgegen und nach einigem Zögern und Mut-zusammen-nehmen sind wir dann doch noch ein Stück runter und ein Einheimischer hat uns schließlich sicher nach oben gebracht.



Am folgenden Tag, haben wir uns auf den Weg nach Botswana gemacht (liegt quasi gleich um die Ecke). Dort haben wir einen sehr schönen Tag verbracht, wir sind in der Früh gestartet, haben den Grenzübertritt problemlos gemeistert (nicht wie in MalawiJ). Im Chobe Nationalpark sind wir dann auf Safari gegangen und wir haben viele Tiere gesehen.. Was für mich sehr beeindruckend war, war diese (großen) Tiere, wie Elefanten, Impala, Puku, Warzenschwein, Komodoveran, den Weißkopfseeadler usw. mal live zu sehen und sie wirklich beobachten zu können. Das ist ein riesen Unterschied als wenn man sie auf Bildern, Videos oder in Dokumentationen sieht. Anschließend sind wir aufs Boot, wo wir nochmals den Nationalpark betreten haben, eben nur auf dem Wasser. Dort konnten wir die Körperpflege der Elefanten beobachten, den Nilpferden beim Faulenzen zu gucken und die Situation einfach nur genießen. Nachdem wir nach dem einmaligen Tag wieder in Smabia waren, haben wir diesen mit einem guten Bier (Castle) ausklingen lassen, denn nächsten Tag haben wir uns wieder auf dem Weg Richtung Hauptstadt, Lusaka gemacht. Diese Fahrt mit einem Reisebus hat ca. 7 Sunden gedauert. Dort haben wir uns den folgenden Tag erst einmal ein wenig entspannt und die Halbzeit des bisher super schönen Urlaubs versuchen zu reflektieren. Ja dann ging es schließlich in die Ostprovinz, Chipata. Dort haben wir eine selbsterbaute Schule eines Italieners besucht. Diese Schule ist in einem Compound (Armenviertel) und unterstützt hauptsächlich Waisenkinder und Sozialwaisen. Die Kinder waren, wie fast überall hier, sehr offen, freundlich und wissbegierig. Weiterhin haben wir noch ein anderes Projekt besucht, welches hauptsächlich Kinder unterstützt deren Mütter HIV positiv sind und die Kinder selber. Diese Projekte sind hier sehr wichtig und es ist wunderbar zu sehen, wie groß die menschlichen Ressourcen eigentlich sind, Mensch sind fähig völlig lelbstlos anderen Wesen nicht nur Geld, sondern vor allem Unterstützung und Liebe zu geben. Diese Besuche der Organisationen stehen normalerweise sicher nicht auf den Plan eines Touristen, aber sie stellen eben die Realität in Sambia dar! Und diese Seite der Medaille wollte ich meinen Eltern eben auch nicht vorenthalten und dies sind schließlich Situationen denen ich (fast) täglich begegne. Natürlich haben wir auch mein Projekt, Smiling Kids Zambia besucht und uns ein Training der Fussballjungs angesehen.


Nach diesen Tagen haben wir uns auf den Weg nach Mfuwe gemacht. Dort befindet sich der South Luangwa Nationalpark, welcher einer der besten in Afrika ist. Allerdings war die Fahrt dorthin eine Art Albtraum aber andererseits auch typisch sambischJ.

Normalerweise dauert die Fahrt ca. 4 stunden, max. 5 stunden, leider brauchten wir insgesamt 9 Stunden!!!! Zum einen ist die Strasse ziemlich schlecht (kein Teer) und schliesslich mussten wir feststellen, dass ein Loch im Kuehlungssystem ist. Das bedeutete, dass wir immer wieder Wasser nachfuehlen mussten, bevor der Motor zu heiss wurde. Allerdings wurden die Abstaende in denen wir gefahren sind immer kuerzer geworden... Schliesslich hat unser Fahrer es irgendwie versucht zu kleben, allerdings zerlaeuft son Kleber bei extremer Hitze auch schnell, anschliessend in einem kleinen Ort hat er es mit Seife(!) versucht, das ging natuerlich auch nicht lange gut. Als wir mitten im Busch stehen geblieben sind, kamen doch tatsaechlich Leute. Man koennte denken dort ist keine Menschenseele, aber wie es hier immer so ist, es ist immer jemand dort. Diese wollten ihmd dann allerdings Nshima (Maisbrei) andrehen um das um den Kuehler zu schmieren...ok! Ok nachdem wir es mit Silikon versucht hatten, eine Stunde warten mussten, fast nen Unfall hatten (zu wenig Liecht) und fast ein Hippo angefahren hatten, haben wir es doch geschafft anzukommen. Die folgenden drei Tage haben wir sehr genossen und typisch Tourist, haben wir uns auch auf die Morgen- und Abendsafari begeben.

Nach 19 wunderschoenen Tagen musste ich die beiden aber leider wieder zum Flughafen bringen, aber wie gesagt es war echt ne tolle Zeit und ich habe es sehr genossen.

So meine Zeit im Internetcafe rennnt davon, naechstema den Rest.


in einem kleinen Dorf hat er es mit Seife(!) versucht

Mittwoch, 29. April 2009

Bilder

In letzter Zeit ist nicht viel passiert, deshalb bekommt ihr diese Woche mal wieder ein paar schöne Bilder zu sehen, die ich in der letzten Zeit so gemacht habe. Ich bin gerade in Lusaka und es geht bald nun in den Urlaub, den ich mit meinen Eltern verbringen werde. Aber anschließend werde ich mich natürlich wieder melden und euch von unserer kleinen Smabia- Rundreise berichten:)


das ist Moxi, der kleinste zur Zeit bei Smiling Kids:



Ich beim Wäsche waschen, was immer mind. 3 Stunden dauert und wenn das Kind dann noch auf meinem Rücken nen Mittagsschläfchen halten möchte, dann kann man das schon fast als Sport bezeichnen:)




So sieht ein typischer Minibus von innen aus:)




Ja, das ist der Mond! (am Malawisee):



Das ist eine Schule(!), in einem Village:



Der Drache ist selber aus Plastiktüten gebaut und...funktioniert super:



Schokolade essen!












Montag, 20. April 2009

Malawi - Urlaub am Lake im Senga Bay!






Puenktlich zu den Osterfeiertagen habe ich mich mit zwei anderen Freiwilligen aus der Suedprovinz auf den Weg nach Malawi gemacht um dort ein paar Tage Urlaub zu machen.

Das heisst, Samstagmorgen sollte es losgehen. Ein Taxi hat uns abgeholt und hat uns schliesslich auch bis zur Grenze gefahren, wie ihr wisst ist die ja niucht besonders weit weg von hier.
Dort haben wir dann erstmal nen Schwaezchen mit dem sambischen Beamten gehalten und mussten feststellen, dass wir keinerlei Moeglichkeit haben in Lilongwe Geld zu wechseln. Ja es war Ostern, damit hatte auch keine Bank offen die irgendwie unsere sambischen Kwacha haben wollte. Nagut, dann haben wir zu nem schlechteren Kurs eben bei nen paar Freunden vor der Grenze gewechselt... Ja Malawi hat auch Kwache aber die sind in Sambia gar nix wert und genau so andersrum. Sobald man also ueber der Grenze ist, ist das Geld total wertlos. Nagut, wir hatten uns auch nicht wirklich gut auf den Urlaub vorbereitet und mussten dort unsere erste Erfahrung machen, was es heisst voellig planlos mal Sambia verlassen und an den Lake fahren zu wollen:)
Aber gut, wir haben uns dann in das naechste Taxi geschwungen, welches uns zu der Busstation fahren sollte, damit wir weiter nach Lilongwe, der Hauptstadt Malawis, fahren koennen.

Als erstes auf der Fahrt habe ich festgestellt, dass die Strassen in Malawi wesentlich besser sind, da gibt es sogar Linien(!), in der Mitte und an den Seiten und ab und zu mal nen Strassenschild und keine Schlagloecher:) Leider gibt es in Malawi auch viel Road Blocks, was heisst dort wird man staendig von Polizisten angehalten und kontrolliert. Ja unsere erste Begegnung mit solch einem Polizisten verlief dann leider nicht so positiv. Er wollte natuerlich unsere Reisepaesse sehen und hat festgestellt, dass dort ein Stempel fehlt... Dann gab es erstmal grosses Theater, er hat uns als illegale Einwanderer beschimpft, wollte uns in den Knast stecken usw. Das war das erste mal in meinem Leben, das mir mit Gefaengis gedroht wurde!Nach ewigen Diskussionen, es hatte ihn noch mehr aufgeregt, dass eine Frau mit ihm diskutiert hat..., wollte er dann von Mann zu Mann sprechen und, was eigentlich von vornherein klar war, war, dass er nur Geld wollte...Ja somit hatte ich dann auch meine Erfahrung mit Korruption gesammelt und wir waren echt froh, als wir wieder zurueck zur Grenze konnten und anschliessend endlich in den Bus nach Lilongwe sassen. Auf dieser ca. 1 stuendigen Fahrt folgten natuerlich auch noch einige Kontrollen, aber nun hatte ich ja alle Stempel ornungsgemaess im Reisepass. Ja wir hatten uns wohl schon zu sehr dem zambian way of life angepasst, alles pangono pangono!

In Lilongwe angekommen, sind wir dann in den naechsten Minibus umgestiegen um Richtung Salima zu kommen. Alo in einem Minibus, sind Sitzplaetze fuer ca. 13 Leute plus Fahrer, es ist aber nichts seltenes wenn sich dort an die 20 Leute reinquetschen:) Ja es ist auf jeden fall kuschlig warm:)
Auf solch einem Busbahnhof herrscht das perfekte Chaos, es scheint ein unendliches Durcheinander zu sein, aber irgendwie scheint da doch Ordnung drin zu sein...
Ja wir uns also in den naechsten Bus geschwungen, ach Salima ist es auch noch mal ca. ne Stunde und von dort aus ging es dann auf der Ladeflaeche eines Pick ups mit viel zu vielen Menschen und Kartoffeln zum Senga Bay!
Im Senga Bay angekommen, hatten wir erstmal das Gefuehl an nem malawischen Ballermann gelandet zu sein. Nix mit einsamer Bucht!
Wir hatten noch die letzten 2 freien Zimmer bekommen, haben dann erstmal unsere sachen abgelegt und sind erstmal zum Strand! sooo schoen! Also der Lke Malawi ist echt riesig, macht den Eindruck man ist am Meer und wirklich super super schoen.
Abends haben wir dann die Party am Strand genossen und es uns einfach gut gehen lassen, wir haben lecker Chambo gegessen, ein sehr guter Fisch frisch aus dem See.
Am Sonntag hatten wir dann nen schoenen Strandtag eingelegt und einfach nur mal entspannt, ich hab wieder nen paar Pigmente gehascht, ne kuehle Cola getrunken und die Leute beobachtet, ab und zu mal in den See gesprungen...ja ja so laesst es sich leben:)
Ja so aehnlich verlief dann auch der Ostermontag, nur, dass der Strand menschenleer war. Die Partygruppen sind abgereist, die Musikboxen wurden abgebaut und ploetzlich waren wir die einzigen verbliebenen Gaeste:)



Und schliesslich konnte ich doch das Gefuehl einer einsamen Bucht geniessen:)
Am Dienstag sind wir dann nach Lilongwe gefahren um dort noch eine Nacht zu bleiben.
Am Tag zuvor hatte ich am Strand 2 Oesterreicher kennen gelernt (die liessen sich an dem Wort "Scheisse" sehr schnell identifizieren) und sie hatten uns angeboten, bei ihnen im Haus for free zu wohnen:) Das haben wir uns natuerlich nich zweimal sagen lassen und haben uns prompt auf den Weg in die Area 23 in Lilongwe gemacht. Das Haus war echt super schoen und wir wurden sehr gastfreundlich aufgenommen!Wirklich schoen, haben dann alle zusammen gekocht (Reis mit Scheiss:)) und einfach nur nett gequatscht. Am Mittwoch haben wir dann noch ein wenig Zeit in Lilongwe verbracht und ein Hollaender (auch aus dem Haus) hat sich gleich unserer Reise angeschlossen und ist mit uns zurueck nach Sambia gekommen.

Je naeher wir der sambischen Grenze kamen, desto mehr machte sich das Gefuehl des "Nach Hause kommen" in mir breit. Trotz der sehr schoenen Tage war ich dann doch sehr froh wieder in Sambia zu sein:)


Hier noch ein paar Infos zum Lake Malawi:

- der See ist von der Groesse her fast so gross wie Belgien und 54mal so gross wie der Bodensee
- Suesswassser, mit unendlich vielen verschiedenen Fischarten, die teilweise nur dort zu finden sind,
- es fahren sehr wenig Schiffe und das einig existierende Linienschiff ist ein 60Jahre alter Dampfer,
- Die Bevoelkerung hat sich an den Ufern konzentriert
- Der See ist Badewae, Wasserquelle, Nahrungsreservoir und Waschmaschine
- Die Amtsprache in Malawi Englisch und die locale Sprache Chichewa, aehnelt dem hier in Sambia gesprochenem Chinyanja

Der Malawisee ist einer der groessten und tiefsten Seen der Erde, er ist 560km lang und bis zu 700m tief



der stand einfach plotzlich hinter mir und wollte mir an den Hintern:)



Ohne Kuehr geht auch in malawi nix, sie sind immer den strand rauf und runter gelaufen:)



Training der Beachboys am Strand:


Freitag, 3. April 2009

Smiling Kids Zambia!






Hallo ihr Lieben! Heute erzaehl ich euch mal ein bisschen ueber die Organisation bei der ich jetzt arbeite!




Also diese NGO (non governmental organization) Smiling Kids Zambia wurde von einer schweizer Krnakenschwester gegruendet und arbeit mit/fuer Strassenkinder, Waisen oder im allgemeinen mit Kindern die Unterstuetzung brauchen..

Zur Zeit sind etwa 70 Kinder bei SMiling Kids regiestriert. Es existieren derzeit drei Fussballmannschaften (under 15, under 17, seniors) und eine Drama group.

Smiling Kids Zambia (SKZ) arbeitet mit einem simplen aber starkem Konzept: Das Project bringt Kinder dazu Fussball zu spielen. Fussball motiviert die Kinder und macht es den Angestellten moeglich zusammen an der Grundbasis fuer eine laengere Zeit zu arbeiten. Fussball macht Spass und ist aufregend, und hilft den Kindern in vielen verschiedenen Bereichen. Das regelmaessige Training verbessert die physische und metale Kondition der Kinder. Die Kinder lernen und erfahren die Bedeutung von Gemeinschaftsgefuehl (Teamspirit), Disziplin und Autoritaet. Ausserdem werden ihre sozialen Faehigkeiten beeinflusst. Viele lernen, was es heisst zusammen zu arbeiten um ein gemeinsames Ziel zu erreichen. Zusaetzlich zum taeglichen Training, bekommen die KInder eine warme Mahlzeit, Unterstuetzung bei der Schule (Bezahlen der Gebuehren etc.) und medizinische Unterstuetzung. Das sind wichtige Aspekte fuer die erfolgreiche Reintegration der Kinder in das Bildungssystem und die Gesellschaft.


Fuer die Kinder, die weniger an Sport interessiert sind, gibt es die Drama group. Drama group heisst, die Kinder tanzen, singen und trommeln. Diese trainieren ebenfalls jeden Tag in der Woche und werden durch einen qualifizierten Coach unterstuetzt bzw. trainiert. Aehnlich wie beim fussball lernen die Kinder auch dort mehrere Faehigkeiten fuer ihr Leben, die ueber SKZ hinaus gehen.

Ausserdem gehoert zu SKZ ein Waisenhaus bzw. Transithaus. Dort haben Kinder, die besonders viel Unterstuetzung brauchen oder nicht in der extendet Family untergebracht werden koennen, die Moeglichkeit zu leben. Derzeit wohnen ca. 13 Kinder dort. Die ANgestellten sorgen rund um die Uhr fuer sie und geben ihnen wieder eine Art "zu hause" wo sie sich wieder wie "Kinder" fuehlen koennen. Sie bekommen drei Mahlzeiten am Tag, Anziehsachen und Unterstuetzung.
Jetzt noch ein bisschen was zum Hintergrung:
Chipata ist eine Stadt im sued-osten Sambias. Die Einwohnerzahl betraegt etwa 350.000 Menschen. Dennoch macht Chipata nicht den Eindruck einer grossen Stadt. Ueber 2/3 der Einwohner leben unter der Armutsgrenze, was bedeutet sie haben pro Tag weniger als einen US$ zur Verfuegung. Medizinische Versorgung ist relativ schwierig und die Moeglichkeiten fuer Bildung und Training sind rar.
Die hohe Anzahl von HIV- infizierten Menschen ist ein grosses Problem fuer die soziale und wirtschaftliche Struktur des Landes. Die Zahl der Menschen, die an AIDS sterben waechst konstant. Die Konsequenz daraus ist, dass mehr und mehr Kinder einen Elternteil oder gar beide Eltern verlieren. Diese Waisen sind auf die Unterstuetzung von aussen angewiesen. Da viele der Kinder in der weiteren Familie untergebracht werden, ist auch da irgendwann kein Platz mehr und somit auch kein Geld fuer Essen oder den Luxus der Schulgebuehren. Somit werden viele Kinder dazu gezwungen auf der Strasse zu leben, viele schlechte Jobs zu machen oder sie fangen an zu stehlen. Diese Kinder sind oft unqualifiziert, in schlechter gesundheitlicher Verfassung und haben kein Perspektive fuer ihr Leben.
African youth day, Fussballfinale:





die Jungs von der Drama group:



bei ihrer Performance:


da sind wir den Huegle raufgeklettert...sehr anstrengend!





die Kinder von der Familie, wo ich wohne:


Samstag, 14. März 2009

This is Zambia

So da melde ich mich nun auch mal wieder, lang ist her, aber ist auch wieder einiges passiert!

Ich fange am besten mal vorne an :) Vor einiger Zeit war ich bei einer traditionellen Zeremonie, „Nc´wala traditional ceremony 2009“. Diese findet jedes Jahr ein paar Kilometer von Chipata entfernt statt. Das heißt morgens sind, gefühlte 1000 Leute in sämtlichen Transportmitteln in dieselbe Richtung gepilgert. Ich hätte auch nicht gedacht, dass hunderte Leute auf einem Transporter Platz haben. Viele waren auch schon „verkleidet“, das heißt sie haben sich mit sämtlichen Fellen von Tieren behangen. Dort angekommen, fühlte ich mich wie auf einem sambischen Festival. Mit dem ganzen Dreck und Matsch, der dank dem Regen entstand, war das auch gar nicht so abwegig. Zunächst wurden von verschiedenen Gruppen der traditionelle Tanz aufgeführt, was eben auch bedeutet, dass eigentlich immer der gleiche Tanz gezeigt wurde, aber die Leute haben sich trotzdem jedes mal gefreut. Dies war glaube das Programm, um die Wartezeit bis sich der Präsident Rupiah Banda und der Chief blicken ließen, zu verkürzen. Durch den stärker werdenden Regen, wurde die Zeit dann aber doch noch länger, aber die sambischen Menschen haben ja kein Problem mit warten :) Daraufhin sind wir dann erstmal Mittag essen gegangen, das bedeutet Nshima mit Bohnen und Kohl. Es gab, wie auf einem Richtung natürlich auch Pommes, allerdings frittiert in einem alten Waschbecken :)


und dann ging die ganze Zeremonie erst richtig los…Vorher hatten wir noch Mc Gyver (?) getroffen, so ein bunter Hund in Chipata, der uns dann irgendwie auf die Hauptfläche gebracht hat. Also standen wir nicht mehr hinter dem „Zaun“ sondern waren mittendrin statt nur dabei…aber gut, dadurch hatten wir frei Sicht auf alles,Wenn wir uns nicht gerade wieder mit ihm zusammen ablichten lassen mussten :) Der erwartet zukünftige Präsident Zuma und Rupiah Banda haben dann ihre Reden gehalten und anschließend wurden von den Tänzergruppen (natürlich in traditioneller „Kleidung“) der traditionelle Tanz für den Chief aufgeführt. Das war quasi mein Karneval in Sambia :) Darauf folgte dann die Schlachtung des Bullen, dessen Blut der Chief dann probieren konnte. Anschließend wurden ihm noch unzählige Geschenke überreicht, inkl. nem lebenden Bullen…Danach war die Zeremonie eigentlich auch vorbei und wir haben uns wieder auf den Heimweg gemacht, was auch ein kleines Abenteuer war…

Also insgesamt war es sehr interessant mal etwas wirklich Traditionelles zu sehen und die wirkliche (alte) Kultur von Sambia miterleben zu können.




Natuerlich habe ich mir in den vergangenen fast 6 monaten einige Gedanken über die sambische Kultur gemacht. Man sieht Afrika ja immer als etwas Ganzes, wobei ich glaube, dass die Kulturen auch hier von Land zu Land unterschiedlich sind. Aber was wissen wir in Deutschland eigentlich wirklich über die Kultur? Werden wir nicht immer mit den gleichen Bildern von Armut, Leid, Krankheiten und Krieg konfrontiert? Wieso werden selten positive Bilder von Afrika produziert? Was sind unsere ersten Gedanken wenn wir an Afrika denken? Dies waren auch die Themen, die in den Gesprächen vor meiner Abreise besprochen wurden. Ich kann mich nicht daran erinnern, dass jemand etwas genaues über die Lebensweise der Menschen sagen konnte…Also schreibe ich euch hier mal wieder etwas über ein paar Beobachtung die ich bisher hier in Smabia gemacht habe, damit ihr vielleicht auch eine bessere Vorstellung von der Lebensweise und der Menschen hier bekommt. Die sind wie gesagt Beobachtung, die ich bisher gemacht habe und dies ist wohl auch nur ein kleiner Teil von diesem großen Land und trifft sicher nicht auf ganz Afrika zu...


- Die wenigsten Einheimischen haben jemals einen Löwen, Leoparden oder ein anders Wildtier life gesehen. Schon gar nicht die, die in der Stadt wohnen.
- Es herrscht Linksverkehr.
- Es wird grundsätzlich mit den Fingern gegessen und wenn ich mal Nudeln koche gibt es schon ein Problem mit Gabeln.
- Wasser wird nicht während des Essens, sondern danach getrunken.

- Die Menschen trinken nur sehr wenig, meist drei mal am Tag, eben zu den Mahlzeiten.
- Eine Tasse Tee wird mit min. 3 Löffeln Zucker getrunken.
- Es wird mit sehr(!) viel Öl gekocht.
- „You are fat“ ist ein Kompliment. Die Person muss dabei nicht zwingend dick von ihren Körpermaßen sein. Nicht dünn zu sein, bedeutet gesund zu sein und eventuell auch gut verdienend. Sie erfreuen sich auch schon mal an der Vorstellung, dass man mit 150kg nach Deutschland zurueckkehrt.
- Wenn ein Mann einer Frau ein Chitenge (ein Stofftuch) schenkt, möchte er sie heiraten.
- Babies und Kleinkinder werden in einem Chitenge auf dem Rücken getragen. Kinderwagen sieht man so gut wie gar nicht.
- Wenn Frauen tanzen wickeln sie sich ein extra Chitenge um die Hüften.
- (Woll) Mützen werden auch bei 30°C im Schatten getragen.
- Viele Frauen tragen Perücken oder haben falsches Haar.

- Die Frisuren wechseln sie so gut wie jede Woche.
- Es macht nichts weiter, wenn die Brüste einer Frau in der Öffentlichkeit zu sehen sind, da sie mit diesen ihre Kinder ernähren. Ein kurzer Rock (kürzer als Knielang) ist viel anrüchiger.
- Sambische Männer haben kaum Brustbehaarung.
- Eine Familie mit drei Kindern gilt immer noch als klein.
- Es kann passieren, dass ein Baby die ersten 4 Wochen nur Baby heißt. Man möchte ihm erst einen Namen geben, nachdem man gesehen hat wie es sich verhält.

- Nachdem eine Frau ihr erstes Kind zu Welt gebracht hat wird sie nur noch „Amai“ + den Namen des Erstgeborenen genannt.
- Fällt ein Feiertag auf einen Sonntag, so ist automatisch der Montag danach frei.
- Fuß- oder Radweg? Was ist das?
- Elektrizität und fließendes Wasser sindnicht selbstverständlich. Dafür aber Stromausfälle (fast täglich).
- Jede Schule hat ein Motto, wie z.B. „Education for Excellence“

- zu spät kommen ist ganz normal und keiner stört sich daran, die Uhren ticken hier definitiv anders, Was ist eigentlich Stress?

- das Konkurenzdenken ist hier nicht besonders ausgepraegt

- das Leute auf der Ladeflaeche der Autos mitfahren ist ganz noirmal

- als Muzungu (Weisser) steht man so gut wie immer im Mittelpunkt, ob man will oder nicht

- so etwas wie Muelltrennung existiert nicht, er wird einfach gesammelt und anschliessend verbrannt

- Maenner laufen oft Hand in Hand, Frau und Mann zusammen sieht man dagegen so gut wie gar nicht

- auch in Sambia/Afrika gibt es Albinos




Ansonsten arbeite ich weiterhin bei Smiling Kids Zambia, darüber werde ich euch nächste mal mehr erzählen…

Samstag, 21. Februar 2009

Umzug...

Ja nun bin ichschliesslich in meine richtige Unterkunft eingezogen und bin sehr gluecklich! Wie gesagt, ich wohne mit einer sambischen Familie und 2 anderen Freiwilligen zusammen und ist echt super. Ich habe mein eigenes Zimmer, auch wenn ich zurzeit noch kein Bett habe, aber das geht trotzdem, da kuschelt man nachts eben ma mit ner Kakerlake;) Aber ist nicht so schlimm wie ihr es euch vielleicht vorstellt...Ja dieser Umzug bedeutet jetzt auch, jeden Morgen und Abend einen einstuendigen Fussmarsch zu absolvieren um zum Projekt bzw. anch ahuse zu kommen...Ja und wenn man im Projekt dann noch den ganzen Vormittag(zusaetzlich 4 Srtunden) unterwegs ist, kann das schon echt anstrengend werden...avber Smabia is eben ein sehr weites Land und diese Stadtzentren gibt es hier eben nich so...
Nagut, dann sind hier noch ein paar Bilder...


der Affe ist mit auf dem Weg zur Arbeit ueber den Weg gelaufen, mitten inner Stadt...



Das ist eines der Kinder, von der Familie wo ich wohne, die haben sich direkt die Baelle geschnappt und mit meinem Zeug gespielt:)

Ja mit den ganzen Sachen bin ich umgezogen, wusste vorher selber nicht, das ich so viel Zeug habe:)



Habe ich schon erwaehnt, dass die sonnenuntergaenge hier einfach super schoen sind?



Sonntag, 15. Februar 2009

es ist viel passiert...

Ja, wie gesagt, in den letzten Wochen ist hier einiges passiert...

Das Zwischenseminar mit den anderen Leuten war wie erwartet super und wir hatten wieder eine Menge Spass, natuerlich haben wir auch einiges neues gelernt;)
Anschliessend bin ich dann wieder zurueck nach Choma um dort meine letzte Woche zu verbringen und mich von den Kindern und allen zu verabschieden. Das war teilweise sehr traurig und ich vermiss die Kleinen jetzt schon...Aber gut, nun hiess es Zeit fuer etwas Neues!
Das heisst ich habe mich letzten Freitag erst auf den Weg nach Lusaka gemacht. Dort wurde ich eine Stunde spaeter von unseren Buschjungs abgeholt und ich habe das Wochenende dann bei ihnen im Busch verbracht um zu sehen wie sie denn so leben. Das ganze war sehr interessant, das heisst eben, Wasser erst aus der Wasserpumpe pumpen, kein fliessend Wasser, Plumpsklo, Kochen mit Kohlen usw. Also ein wesentlich einfacheres Leben, aber dennoch hatte ich viel Spass. Bei einer Buschwanderung, konnte ich auch schoen die Natur geniessen. Aber son Busch is eben auch nicht ohne, wenn man den Weg nicht genau kennt. Wie schon mal erwaehnt, die Sonne geht hier sehr schnell unter und irgendwie haben wir nicht gleich den richtigen Weg zurueck gefunden...Ja nach einer Weile herumirren, zum Glueck war der Mond so hell und hat uns quasi den Weg geleuchtet, wir hatten ja auch keine taschenlampe dabei, sind wir auf ein kleines Haus getroffen, wo uns ein Junge dann wieder den richtigen Weg gezeigt hat. Somit sind wir dann doch noch heil in Nayulanda angekommen:) Am Sonntag bin ich dann wieder zurueck nach Lusaka um mich dann am naechsten Tag auf den Weg in den Osten zu machen. Nach ueber 8 Stunden Fahrt (hatte ich schon erwaehnt, dass Sambia fast doppelt so gross ist wie Deutschland:)) bin ich dort auch endlich angekommen. Die Stadt heisst Chipata und ist groesser als Choma und war anfangs sehr verwirrend und durcheinander fuer mich (Ja ich bin eigentlich ein Grossstadtkind:)) Die Grenze zu Malawi liegt nur wenige Kilometer entfernt. Auch die Landschaft unterscheidet sehr stark von der Suedprovinz, Chipata ist quasi eingehuegelt und nicht so flach wie Choma. Aber mitler Weile finde ich mich schon besser zurecht hier:) Arbeiten werd ich hier in einem Strassenkinderprojekt, "Smiling kids Zambia". Die Organisation ist eine sambische und bietet fuer die Kinder die Moeglichkeit zu einer der drei Fussballmannschaften zu gehoeren oder Mitglied der Drama groupe zu sein (das bedeutet singen, tanzen, trommeln). Damit soll den Kindern die Moeglichkeit gegeben werden, ihre Freizeit in diesen Projekten zu verbringen und eben nicht auf der Strasse. Was meine genauen Aufgaben werden sein ist bisher noch nicht ganz klar, aber das wird sich noch zeigen.
Zur Zeit lebe ich noch bei einer italienischen Familie, das heisst reinster Luxus mit warmer Dusch und Pizza, Pasta & Co:) Aber die Woche werde ich dann wieder umziehen in ein grosses Haus, welches ich mir mit einer 11koepfigen sambischen Familie und zwei anderen Freiwilligen teilen werde...

So das ist erstmal so das neuste von mir und ich hoffe euch naechstes mal wieder ein paar Fotos zeigen zu koennen:)